… am Beispiel Erdbeben/Tsunami/FukushimaReaktor …

(update 2011-03-19 * * * * * Kernschmelze schon am Fr,2011-03-11 gewesen?)
more Details: Fukushima/Sendai & Nuclear & Fusion Reactors
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Massenmedien: Verlogenheit …
… ist manchmal einfach nur ein Informationsfehler …, aber … (siehe unten)

(“Explosion” statt offensichtlichem Ventilbruch gemeldet: Kazuo Yamanaka, Sprecher der Tokyo Power Co “Tepco”, sprach Dienstag morgen MEZ, d.h. Montag/Dienstag nachts Japan timezone, von einem “Geraeusch” nahe der Druckkammer (des Reaktorkerns) in Fukushima 2, wonach der Druck abgefallen sei;
— daraus sei auf eine Explosion zu schliessen, die aber nicht das Reaktorgebaeude zerstoert habe —
Yamanaka scheint eher Manager ohne viel technisches Interesse zu sein, denn da ist offensichtlich ein Ventil geplatzt,
— auch das macht Krawall —
und nichts explodiert; mit dem Platzen eines Ventils ist vermutlich
a) jegliche Kuehlung komplett unmoeglich und
b) haben sich die radioaktiven Zerfallsprodukte im gesamten Reaktorgebaeudes ausbgebreitet)

(damit ist allerdings die naechste (wirkliche, Wasserstoff-) Explosion
— in Fukushima 1 Reaktor 2 (Kernschmelze offenbar seit Montag) —
vermutlich nur mehr eine Frage von 1-2 Tagen; das ist zwar dann keine Atombombe, aber die radioaktive Verseuchung ist dieselbe und kann dann 1000e Kilometer Umkreis betreffen, weil die radioaktiven Zerfallsprodukte nicht durch den (Bomben-)Pilz ueber weite Distanzen verteilt werden)

***

… aber Verlogenheit beginnt momentan rund um Fukushima massiv mit Definitionsmacht(Ausuebung):

“Kernschmelze” bedeutet nun nicht mehr nur das Aufschmelzen des Reaktorkerns (d.h. dass Brennstaebe und ihre Ummantelungen zu schmelzen beginnen, d.h. ab diesem Zeitpunkt eine UNkontrollierbare Waermefreisetzung beginnt),
sondern
seit Fukushima bedeutet “Kernschmelze” erst das DURCHschmelzen des Reaktorkerns nach oben durch Stahl und Beton und nach unten durch den Reaktorboden und das Fundament.

Na fein.

Solange noch nicht alles durchgeschmolzen ist, nennen “wir” es jetzt also nicht mehr Kernschmelze.

Was aber viel wesentlicher ist (und das wird lautstark verschwiegen):

JEDES Material verliert bei Hitze an Festigkeit (d.h. Ventile platzen, Risse entstehen und belastete Stellen brechen); “normaler” Weiterbetrieb ist daher nach wenigen Stunden ohne “normale” Kuehlung sowieso nicht mehr denkbar; und das war seit Freitag (11.Maerz 2011) schon vorhersehbar,
denn
seit dem Schmelzen des Kerns (auch wenn man das nicht “Kernschmelze” nennt) und dem stundenlangen Ausfall der Kuehlung
— und vor allem seit dem unverantwortlichen Abwarten der Reaktorcrew (Notkuehlung durch Fluten mit Meerwasser wurde erst mit 48 Stunden Verspaetung am Sonntag begonnen) —
ist die staendige Hitzesteigerung nicht mehr kontrollierbar und nicht mehr vermeidbar.

Was nach dem Versagen des Herausfahrens der Brennstaebe (das deshalb ja schon am Freitag offensichtlich war)
UND
nach dem Ausfall jeglicher Kuehlung (worauf bis Sonntag unverantworlich und unverstaendlich NICHT reagiert wurde)
inzwischen passiert,
— was in Oesterreich wenigstens von Mario Villa (Reaktorinstitut TU Wien) ehrlich bestaetigt wurde —
ist dasselbe was in einer Atombombe passiert, wenn auch langsamer:

aehnlich wie bei einer Stichflamme von Benzin (gegenueber einer Explosion von Sprengstoff) wird die gesamte Energie des Energietraegers relativ langsam (u.U. ohne Druckwelle) freigegeben, bis eben die entsprechende Reaktion sich erschoepft.

Ein AKW kann man allerdings nicht wie eine Benzinflamme “loeschen”.
(nur die Druckwelle wie bei Bomben gibt es bei Kernschmelze im Reaktor nicht, wenn nicht ueberkritische Massen verwendet wurden; das wird aber wohl auch japanische Atomlobby nicht begangen haben?!)

***

Das Wesentliche ist:

Sobald im Reaktorkern die Kettenreaktion unkontrolliert abzulaufen beginnt,
— und das war seit Freitag absehbar bzw. seit Sonntag/Montag bestaetigt —
brennen die gesamten Brennelemente komplett ab, egal wie sie gekuehlt werden.

Nachdem inzwischen bestaetigt ist, dass Brennelemente sogar schon trockengelegen sind, war/ist vermutlich die Kettenreaktion ueberhaupt nicht unterbrochen gewesen, sondern laeuft seit Freitag ununterbrochen weiter.

Dieser Zustand haette wahrscheinlich verhindert werden koennen, wenn der Reaktor SOFORT am Freitag KOMPLETT mit Wasser geflutet worden waere,
weil
die Brennelemente nur aus dem Kern gezogen (d.h. Kettenreaktionen unterbrochen) werden koennen, solange sie sich nicht durch Ueberhitzung mechanisch verziehen und verbiegen.

(Borwasser dient nur der “besseren” Aufrechterhaltung des kommerziellen Reaktorbetriebs, egal-welches-Wasser ist jedenfalls unvergleichlich besser als gar-kein-Wasser; BorSAEURE beschleunigt zudem noch das mechanische Versagen von Beton und Stahl, die — noch dazu unter Hitze — angeaetzt und geschwaecht werden)

Dieser Zustand kann seit Samstag nur mehr GEBREMST werden, speziell wenn es wahr ist, dass radioaktives Cr51 in der Luft nachgewiesen wurde: das KANN nicht vom explodierten Gebaeude stammen sondern MUSS von aktiviertem und verdampftem (!) Nirosta Stahl stammen. (ausser einer Kernschmelze kann verdampftes Chrom so gut wie gar keine Ursache haben)

Dass das Gehaeuse des Reaktorkerns das alles aushaelt, ist nicht sehr wahrscheinlich, weil Stahlbeton bei grosser Hitze schnell bruechig wird. Auch die innere Nirosta Wand wird dann nicht mehr rissfrei bleiben.

Dieser Zustand wird voraussichtlich nur einige Wochen oder Monate andauern, weil dann die durchgegangenen Brennelemente nur mehr radioaktive Strahlung aber kaum mehr Waerme abgeben werden: die Kettenreaktion endet, sobald die Brennelemente “abgebrannt” sind.
Bis dahin muss jedenfalls massiv gekuehlt werden.

Das GRUNDWASSER ist nicht erst mit dem Durchschmelzen des Reaktorkern durch den Reaktorboden verseucht, sondern wird in SIEDEwasserReaktoren (auch des LEICHTwassertyps) permanent “verschmutzt” = verseucht, und zwar durch die systematische Anordnung (nicht zuletzt der Kuehlung).

(SCHWERwasser Reaktoren absorbieren weniger Neutronen, “verbessern” damit die Reaktivitaet der Kettenreaktion — und erlauben damit Verwendung von Natururan —
ABER
erzeugen dafuer Tritium mit 12 Jahren Halbwertszeit)

***

Positiv ist:

Nachdem Japan angeblich am Montag gebeten hat, keine Hilfslieferungen mehr zu senden
— es ging auch um Feldlazarette, Wasseraufbereitung und Notzelte —
sah es zunaechst so aus, als sollten die traumatisierten Fluechtlinge aus Miyagi, Sendai und Fukushima nur japanische Hilfe erhalten
(“wir Japaner” ist einer der wichtigsten Motoren der gesellschaftlichen Absonderlichkeiten Japans, wo die Schriftzeichen fuer Nichtstaatsangehoerige “Gaijin” gesprochen werden und “Aussenmensch” bedeuten)
wurde aber
am Dienstag im NHK TV berichtet, dass Aerzte ohne Grenzen ein mobiles Krankenhaus in Betrieb genommen hat. Katastrophenhilfe wird also denn doch nicht abgelehnt
(und die intriganten Mistbuben in LDP und MITI haben sich im Moment nicht voll durchgesetzt).

Und:
seit Ministerpraesident Naoto Kan den Krisenstab mit Tokyo Electric Tepco gebildet hat, wird im NHK TV offenbar ehrlicher berichtet. Ein Video zeigt Sprecher Yonggi Kang von NHK International vor der zerstoerten Stadt Minami-Sanriku (knapp 20.000 Einwohner, von denen etwa 10.000 beim Tsunami gestorben sein duerften), der die Beben- und Tsunami- Schaeden recht genau beschreibt.

Regierungssprecher Yukio Edano beschoenigte zwar die Auswirkungen der momentanen Strahlendosen
(8 bis 11 milliSivert seien normale Jahresdosis in “normalem” Leben; Roman Lahodynsky, Boku Wien, nannte 1 bis 5 mSiev normal, d.h. die Haelfte; sogar die deutsche Bundeswehr, rund um Radarstationen nicht sehr zimperlich mit Strahlenbelastungen, nennt 2,4milliSievert als Normaldosis, d.h. 1/4:
*** pdf backup ansehen & download
bzw. http>//gruppen.tu-bs.de/studver/StudResK/bericht_uran.pdf
Montag/Dienstag wurden 400milliSievert/hr im Fukushima Reaktorbereich gemeldet, also das mehr100fache einer normalen Jahresdosis)

Konservative Atomlobbyisten in EU (aber noch nicht in den USA) haben sich angesichts Fukushima blitzartig zu Atomskeptikern gewandelt.

Interessanterweise wenden sich Josef Bucher (BZOe), HC Strache, Norbert Hofer und Werner Neubauer (alle FPOe) vehement gegen die Repression, die “uns” die Atomlobby beschert, Neubauer sogar mit EUGH Klage. Deren orangeblaue Parteiengruppe hat Oesterreich seit der Aera Schuessel die massivste (generelle) Repression seit 1945 beschert, auch wenn nun die nukleare Bedrohung durch Temelin, Mochovce, Krsko und Co kritisiert wird.

(Greenpeace nennt 5CH, 19DE, 5CZ, 6SK, 4HU, 1SLO = 40 AKW rund um Oesterreich)
http://www.greenpeace.at/atomkraftwerke-um-oesterreich.html

Zu befuerchten ist allerdings, dass sich Merkel, Berlakovich und Co in einigen Monaten — bzw. alle dann Herrschenden etablierter Parteien, die Steuergeld kassieren —
(nachdem sich alles beruhigt hat) von der “erfolgreichen Steigerung der Sicherheit der AKW” faseln werden, um Profite der Atomlobby nicht zu behindern und alles wie gewohnt von vorn zu beginnen …

(vielleicht ein vorsichtiges Wort zur Kernfusion: da gibt es zwar keinen “normalen” Atommuell fuer den Castor, ABER dafuer entsteht Tritium (Wasserstoff mit 1 Proton + 2 Neutronen im Kern) mit Halbwertszeit 12 Jahren;
Tritium ist radioaktiv UND giftig. Es wird als Gas EINGEATMET bzw. als Wasser mit der Nahrung aufgenommen. Als Gas ist es auch noch explosiv, genau wie “normales” Knallgas.
UND
was oft vergessen wird: schnelle Neutronen versproeden das Reaktormaterial (die “erste Wand”, den “First Wall”) schon im Schnellen Brueter. Wenn Energieversorgung total auf FUSIONSREAKTOREN umgestellt wird, — falls diese je funktionieren — ist mit Millionen Tonnen verstrahltem Stahl (Nirosta) pro JAHR zu rechnen.
Cr-51 ist dabei noch das Harmloseste mit 28 Tagen Halbwertszeit: Ni-59 (Halbwertszeit 75.000 Jahre) und Ni-63 (100 Jahre) und Tritium (12 Jahre) bleiben “uns” laenger …
Da hat die Leiterin der Materialforschung in Muenchen wohl Karriere-durch-Merkel erhofft, als sie im TV Interview sagte, Fusionsreaktoren wuerden all diese Probleme loesen, dort wuerde nur Stahl radioaktiv, der nach 100 Jahren wiederverwendet (!!) werden koenne)

(Nicolas Sarkozy, wie zu erwarten, schweigt sich ueber Atomares aus: offizielle Homepage wie auch Suche in Suchmaschinen zeigen
— zwar einen offiziellen Beileidsbrief an Naoto Kan aber —
kein Wort zu Atomkraftwerken in Europa; ob er nur von Geldern der Parfumlady profitierte? oder doch auch von Atomlobbygeld?)

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